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Hausschwamm

Der Hausschwamm (auch "Echter Hausschwamm" genannt, wissenschaftlicher Name: Serpula lacrymans) ist zwar nach wie vor der gefährlichste holzzerstörende Pilz in Bauwerken, doch läßt er sich mit unseren heutigen Kenntnissen durch verschiedene Maßnahmen gut beherrschen. Auf den Einsatz von Giften kann bei der Bekämpfung ganz verzichtet werden. Nicht verzichtet werden kann auf eine eindeutige und korrekte Identifizierung. Sie ist die Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen.


Diagnostizieren
  • Botamynus untersucht alle Arten von Holzkonstruktionen (z.B. Holzbrücken, Schiffe, Fachwerkhäuser, Dachstühle, Lagerhallen, aber auch Holzlieferungen) mit weitestgehend zerstörungsfreien Methoden, z.B. Bohrwiderstandsmessungen. Hierbei wird der Widerstand einer nur 3 mm dünnen Nadel beim Bohren in das Holz elektronisch aufgezeichnet. Im Computerdiagramm lassen sich dann nicht nur die einzelnen Jahresringe, sondern auch alle übrigen Merkmale des Holzes ablesen, insbesondere Schäden durch Pilze oder Käferlarven. Nur auf diese Weise lassen sich z.B. die gefährlichen Zerstörungen durch sog. Kernholzfäule-Pilze ohne zerstörende Eingriffe feststellen. Durch diagonales Bohren von innen nach außen lässt sich sogar der Zerstörungsgrad von eingemauerten Balkenköpfen präzise und kostensparend untersuchen. Die Interpretation der Computer-Diagramme setzt u.a. ein umfangreiches Fachwissen über die Anatomie des Holzes und die Lebensweise der holzzerstörenden Pilze und Insekten voraus und sollte darum nur von Spezialisten durchgeführt werden, um teure Fehlinterpretationen zu vermeiden.









Identifizieren

Botamynus vermeidet Fehldiagnosen, indem es die Befalls-Pilze mikroskopisch identifiziert. Das Institut hat auf dem Gebiet der Pilzidentifizierung inzwischen einen hervorragenden Ruf und erhält darum Proben-Zusendungen von vielen anderen Instituten, Bausachverständigen und Sanierungsfirmen zur Diagnose zugesandt. Die einwandfreie Identifizierung des Pilzbefalls in einem Bauwerk hat die oberste Priorität, weil sie über den Umfang weiterer Freilegungs- bzw. der Sanierungsarbeiten entscheidet. Fehldiagnosen können zu Mehrausgaben von mehreren Zehn- oder gar Hunderttausend Euro führen. Das soll hier nur durch ein Fall-Beispiel belegt werden: In Rothenburg/OL war für die Sanierung der Orthopädischen Klinik ein Holzschutz-Gutachten vorgelegt worden, demzufolge Kosten von mehr als 100.000,00 Euro bei der Sanierung von vermeintlichem Hausschwamm-Befall angefallen wären. Bei der Überprüfung des Befalls durch Botamynus stellte sich heraus, dass erstens der Befalls-Pilz kein Hausschwamm war und sich zweitens die meisten der zuvor als zerstört angegebenen Balken nach der Untersuchung mit einem Bohrwiderstands-Messgerät (Resistograph) als nahezu ungeschädigt herausstellten.

dry rot basidium
dry rot hyphae

Die einwandfreie Diagnose (einschließlich der zerstörungsfreien Bohrwiderstandsmessungen) hat folglich dazu geführt, dass mehr als 75.000,00 Euro eingespart worden sind. Wesentlich für eine Diagnose ist auch die Feststellung, ob sich der Hausschwamm-Befall in einem aktiven Wachstumsstadium befindet oder - oft schon seit Jahrzehnten! - abgestorben ist. Auch hierfür ein Fall-Beispiel: In einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert war durch einen gerichtlich bestellten Sachverständigen das Vorhandensein von Hausschwamm ermittelt worden. Seinem Gutachten zufolge hätte die Oberstaatsanwaltschaft als Mieter nach der vom Gerichtssachverständigen bemühten DIN 68800 das Gebäude für weitere Untersuchungen räumen müssen. Wegen der speziell gesicherten Computer-Anlagen wären für den zeitweisen Auszug und späteren Wiedereinzug Kosten von insgesamt 220.000,00 Euro angefallen. Weil Botamynus jedoch nachweisen konnte, dass der Hausschwamm schon lange abgestorben war und zudem wegen der herrschenden Umweltbedingungen (alle Hölzer und Mauern waren trocken) keine Lebenschancen hatte, konnten auch in diesem Fall hohe Geldbeträge eingespart werden.  


Sanieren

Neben einer Fehldiagnose kann auch die konsequente Anwendung der entsprechenden DIN-Empfehlungen (DIN 68800 und entsprechende Vorgaben in anderen europäischen Ländern) zu unvorstellbar hohen Mehrkosten führen. Auch das möge durch ein krasses Fall-Beispiel belegt werden: In Görlitz war ein wunderschöner Gewölbekeller aus dem 18. Jahrhundert von Hausschwamm-Fruchtkörpern bewachsen. Zwei schriftliche Sanierungsangebote waren hierzu eingeholt worden. Das erste setzte den Kostenaufwand mit 50.000,00 Euro, das zweite mit 125.000,00 Euro an. Das danach von Botamynus erarbeitete Sanierungskonzept verursachte lediglich Kosten (einschließlich des Honorars!) von 5.000,00 Euro. Der Keller ist seither ohne jeglichen Befall. Botamynus arbeitet mit Sanierungsspezialisten zusammen und wendet nur die zur sicheren Bekämpfung und Vorbeugung tatsächlich erforderlichen Maßnahmen an. Dabei braucht sich das Institut nicht auf die teilweise weit über das Ziel hinaus schießenden DIN-Empfehlungen zu stützen, sondern legt seinen Sanierungskonzepten die umfangreichen eigenen Kenntnisse über die Biologie des Hausschwammes und anderer Arten sowie Jahrzehnte lange praktische Erfahrungen zugrunde. Konstruktiven Verbesserungen wird stets Vorrang vor dem Einsatz von Bekämpfungsmitteln gegeben, und als Bekämpfungs- und Vorbeugungsmittel werden ausschließlich giftfreie Mittel angewandt.

Würde sich der behördliche Denkmalschutz das umfangreiche Spezialwissen, die langjährigen Erfahrungen, das kreative und vor allem von Interessenverbänden unabhängige Denken von Botamynus zu Nutze machen, dann könnten in Deutschland jährlich viele Millionen Euro unserer Steuergelder eingespart werden, die oft für unsinnige und überflüssige Sanierungskosten ausgegeben werden.


Besondere Erfahrungen liegen bei der Sanierung großer Holzkonstruktionen vor, z.B. einer über 100 Jahre alten und unter Denkmalschutz stehenden Holzeisenbahnbrücke in Nordschottland (Moy Bridge bei Inverness), der ebenfalls denkmalgeschützten Holzkonstruktion eines Bahnhofes in England (Manchester, Oxford Road Station) sowie Dachstühlen in Kirchen und Klöstern in Deutschland und Österreich. In allen Fällen konnten aufgrund der Kombination aus umfangreichem biologischem Wissen, kreativem Denken und langjährigen praktischen Erfahrungen die individuell optimalen Sanierungsschritte erarbeitet werden. Mehrere dieser Objekte oder Teile derselben konnten so vor dem Abriss gerettet werden. Die zerstörungsfreien Untersuchungen und die Sanierungskonzepte von Botamynus sicherten die Lebensdauer und Funktionstüchtigkeit der Holzkonstruktionen für weitere fünfzig Jahre und hoffentlich mehr.


Altersbestimmung

Es gibt Autoren, welche eine Altersbestimmung von Hausschwammbefall in der Praxis für undurchführbar halten. Das wird unter anderem damit begründet, dass die Temperaturen und die Feuchtigkeitswerte einen ent-scheidenden Einfluss auf das Wachstumsverhalten des Pilzes hätten und man diese nicht nachträglich feststellen könnte. Das ist zwar richtig, würde aber in der Konsequenz bedeuten, dass - um nur ein Beispiel zu nennen - ein Großteil der Gerichtsgutachten über Verkehrsunfälle aus vergleichbaren Gründen abgelehnt wer-den müsste, denn auch die bei einem Unfall gefahrene Geschwindigkeit von Fahrzeugen lässt sich - wie die Wachstumsgeschwindigkeit beim Hausschwamm - nachträglich nur aufgrund von empirisch ermittelten Daten kalkulieren.

Sofern hingegen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, lässt sich eben aufgrund einer Vielzahl von empirisch ermittelten Daten des Wachstumsverhaltens des Hausschwammes an seinen natürlichen Standorten - und nur solche Daten werden von Botamynus den Kalkulationen zu Grunde gelegt - und unter Hinzuziehung von Infor-mationen über Ereignisse wie Wasserrohrbrüche, Überlaufen von Badewannen, Sturmschäden am Dach usw. das Alter eines Hausschwammbefalls ziemlich gut eingrenzen. Der Leiter von Botamynus hat selbst ein Jahr lang wissenschaftliche Untersuchungen zur Altersbestimmung vom Hausschwamm in befallenen Gebäuden in Liverpool durchgeführt und ist für die Bearbeitung solcher Problemfälle folglich prädestiniert.